Erfolgreiche Karrieren -  Ilana Werner



München, 23.02.2009

Faszinierende Vielschichtigkeit

Beim Bayerischen Staatsballett kehrt John Neumeiers „Kameliendame“ zurück

In München hatte die Adaption von Alexandre Dumas‘ „Kameliendame“ vier Jahre lang geruht, war aber als Säule des Repertoires immer gegenwärtig. Jetzt konnte man sie wieder sehen und neu fasziniert sein von Neumeiers genialer Dramaturgie, seiner ausgeprägten choreografischen Sprache und überzeugenden Musikfindung (durchgängig  Chopin).

Nach jahrelanger Pause liegt es in der Natur der Sache, dass das Ensemble sich verjüngt hat und viele Debüts zu sehen waren. Ballettdirektor Ivan Liška gelang es, dass das Corps de ballet in der Darstellung des gesellschaftlichen Rahmens dank richtiger Intuition vieler Einzelner lebendig wirkte, wenn auch noch nicht so zeichenhaft wie früher. Zu den Debütantinnen gehörten Valentina Divina als Nanina und Roberta Fernandes als Prudence, die engagiert zu guten Ansätzen fand. Besonders erfreulich die Olympia der jungen Ilana Werner, wie sie munter, neckisch und verführerisch Armand vor Marguerites traurigem Blick neues Vergnügen finden ließ.
 

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